Heiz den Energiekosten ein

Du hast gerade deine eigene Wohnung bezogen oder eine Wohngemeinschaft gegründet und die erste Strom- und Heizkostenabrechnung erhalten? Dann interessiert dich vielleicht, dass etwa 85 Prozent des gesamten Energieverbrauchs in österreichischen Privathaushalten die Heizung und das warme Wasser für Dusche und Co  verschlingt. Entsprechend groß ist das Einsparpotenzial!


Einfache Maßnahmen, die nichts oder nur wenig kosten, können die Heizkosten in deinen eigenen vier Wänden spürbar senken. Jeden Euro, den du damit sparst, könntest du ganz bestimmt in schönere und angenehmerer Dinge investieren. 

Heizkosten adé

Warme Pullis, Socken und Hausschuhe anziehen, zusätzliche Bettdecken verwenden, beim Fernsehen zusammenkuscheln, Kerzen anzünden…. Es gibt viele kreative Ideen, die Heizkosten in deiner Wohnung oder WG niedrig zu halten. Wir haben hier noch ein paar wirklich gute Tipps, die dir und deinen MitbewohnerInnen helfen, Kosten zu sparen. 

1. Heizung entlüften

Die Heizkörper gluckern und werden selbst bei vollem Betrieb nicht mehr richtig warm? Das ist ein Indiz dafür, dass Luft im Warmwasserkreislauf der Heizungsanlage ist. Das Luftpolster behindert die Zirkulation und damit die Wärmeabgabe. Höchste Zeit, Luft abzulassen! Das geht ganz einfach: Gefäß unter das Ventil am Heizkörper halten, Ventil (mit Vierkantschlüssel oder Zange) so lange geöffnet lassen, bis nur noch Heizwasser in das Gefäß läuft und keine Luft mehr entweicht. 

Hinweis: Hast du viel Luft abgelassen, kann es notwendig sein, in der Heizanlage Wasser nachzufüllen. Bei einer eigenen Heizanlage kannst du das selbst erledigen. In einem Mehrfamilienhaus, in dem mehrere Bewohner an einer größeren Heizanlage hängen, solltest du vorsichtshalber den Hausmeister oder die Hausverwaltung informieren und darum bitten, den Druck in der Anlage zu kontrollieren.  

2. Fenster und Türen abdichten

Unnötig viel Heizenergie kann verloren gehen, wenn die Fenster und Türen nicht gut abdichten. Mithilfe eines Teelichts kannst du Zugluft und damit undichte Stellen leicht aufspüren. Bei undichten Fenstern sind Profildichtungen eine gute Option, um den Wärmeverlust zu stoppen. Ein Dichtungsband ist kostengünstig und dabei schnell und einfach montiert, muss aber meist nach relativ kurzer Zeit wieder erneuert werden. Beides bekommst du in Baumärkten. 

3. Freie Heizkörper

Deine Heizkörper verstecken sich hinter Möbeln, Vorhängen oder sind verbaut? Weg damit, nur so verhinderst du einen Wärmestau und kannst die Heizenergie effizienter nutzen. 

4. Raumtemperatur senken

Überheizte Räume schlagen sich im Energieverbrauch und in der Geldbörse nieder. Schon eine Absenkung der durchschnittlichen Raumtemperatur um 1 Grad bringt eine Heizkostenersparnis von etwa 6 Prozent! 

5. Raumtemperatur der Nutzung anpassen

Achte darauf, dass alle Räume mit einer eigenen Regelung (z.B. Thermostatventile) versehen sind. Damit kannst du die Heiztemperatur dem Bedarf für die einzelnen Zimmer anpassen. Denn nicht jeder Raum braucht gleich viel Wärme. Die optimale Raumtemperatur für Wohnräume liegt zwischen 19 und 21 ° C. Für den Vorraum reichen 16 ° C. In der Regel wird das Bad mit 21 bis 24 ° C am wärmsten sein. Bei zentral beheizten Häusern lassen sich deine individuellen Heizzeiten bequem über elektronische Thermostatventile programmieren. Damit sparst du bis zu zehn Prozent der Heizenergie. Programmierbare Thermostatventile bekommst du für 30 bis 50 Euro pro Heizkörper. Eine Heizungsregelung mit Tages-, Wochen- und Ferienprogramm bringt Komfort und spart Kosten. 

6. Dämmung hinter Heizkörpern

Heizkörper stehen oft in Nischen – das heißt, die Wände dahinter sind sehr dünn. Durch eine entsprechende Dämmung kannst du den Wärmeverlust hinter dem Heizkörper um bis zu 90 Prozent mindern. Daher empfiehlt sich – wenn es der Abstand zwischen Wand und Heizkörper erlaubt – Dämm-Material anzubringen. Dadurch verbleibt mehr Wärme im Raum. Besonders leicht zu handhaben sind alubeschichtete Dämmmatten: Sie sind problemlos zu montieren und strahlen die wertvolle Wärme in den Raum zurück.  

7. Jalousien, Vorhänge und Rollos nachts geschlossen halten

Damit in kalten Nächten keine Wärme nach draußen gelangt, sollten Rollos, Vorhänge und Jalousien geschlossen bleiben. 

8. Effizient Lüften in der kalten Jahreszeit

Fenster nicht kippen. Das sorgt kaum für Luftaustausch, sondern kühlt nur die Wände aus. Effektiver und Energie sparender: Drei bis vier Mal am Tag mit weit geöffneten Fenstern für fünf Minuten stoßlüften. Worauf du noch achten kannst: Halte die Türen von beheizten Zimmern ständig geschlossen, damit die erwärmte Luft nicht verloren geht.

 

SMERGYmeter – der OnlineCheck

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